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  • k-ringlstetter

Entstehungsprozess einer Skulptur



Ursprungsmaterial Fichte. Vom Borkenkäfer wurde bereits das Entfernen der Rinde übernommen. Zugleich haben sich durch einen Pilz, an ihm haftend, die äußeren Ringe des Baums blau gefärbt. Ein "Holzfehler", der auf die Stabilität keinen Einfluss hat, aber trotzdem dafür sorgt, dass der Baum in der Industrie nur noch als Holz minderwertiger Qualität verwendet werden kann.

Perfekt also für mein Projekt, da in rauen Mengen vorhanden. Und noch dazu irgendwie

auch besonders durch diese naturgegebene Farbigkeit.



Ausprobieren mit der Kettensäge. Ohne konkrete Vorlage; nur mit dem Plan, eine Figur ins Holz zu setzen und dabei ganz pragmatisch im Umgang mit der Kettensäge Routine zu gewinnen.

Was dabei herauskommt entwickelt sich im Prozess.


Erst den Stamm grob zusägen. Durch Querschnitte sind große Stücke abspaltbar. Und Ruckzuck ist eine grobe menschliche Figur sichtbar.



Formen der Figur. Nun kommen Entscheidungsprozesse. Das Handwerk tritt in den Hintergrund und die Idee will ausgeformt werden. Es soll ein Gärtner werden, barfuß, in Gedanken versunken, über die Erde laufend. Und in Latzhose. Die Fortschritte werden langsamer, doch die Skulptur wird sichtbarer und das gibt Motivation.



Weiter geht's in der Werkstatt, weil jetzt ständig Werkzeuge geschärft werden müssen. Ich will das Besondere im Holz herausholen und die glänzende Oberfläche sowie die Blaufärbung ins Licht rücken.



Ausdruck durch Farbigkeit. Ich will die holzgegebene Farbe nachahmen. So nutze ich stark verdünnte Farbe, um die Latzhose in Szene zu setzen. Der Rest bleibt ruhig, soll das in sich gekehrt sein der Skulptur unterstützen.

Und dann darf die Figur erst mal so bleiben. Die Tage darauf begutachte ich das Geschaffene, freue mich daran oder sehe die Fehler, je nach Gemüt.

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